Meinen fünfzehnten und letzten Blogeintrag widme ich dem Fremdsprachenunterricht in der Berufsschule, wozu mich Thoms gleichnamiger Eintrag inspiriert hat.

 

Daher möchte ich auch auf einen Abschnitts seines Blogartikels eingehen:

Bei den Lehrmittelverlagen ist das Problem weitgehend bekannt. Für jeden Beruf ist eine sehr geringe Nachfrage nach einem spezifischen Lehrmittel vorhanden, doch ist diese Nachfrage zu klein für das Unternehmen, um kostendeckend arbeiten zu können. Eine der wenigen Ausnahmen bietet das Business English, das dieses in Bezug auf Wirtschaft sehr viele Berufsfelder abdeckt. Daraus folgt, dass der Sprachlehrer für Berufslernende ein herkömmliches, allgemeines Sprachlehrmittel verwenden muss, welches er mit einzelnen berufspezifischen Inhalten (u.a. Fachvokabular) anreichern muss.“

Sehr spannend finde ich die Feststellung, dass im Englischen das Business English

grossen Erfolg misst, während das selbe auf Französisch oder Italienisch keinerlei oder nur ganz geringen Einsatz im Unterricht und Interesse in der Gesellschaft findet.

Wie könnten die Schüler für weitere Fremdsprachen motiviert werden? Weshalb brauchen sie für Französisch überhaupt eine extreme extrinsische Motivation währenddessen Englisch (zumindest zu Beginn des Erlernens des Fachs) weitestgehend als Wichtig und dadurch auch als Notwendigkeit angeschaut wird. Dass die Gesellschaft einen ähnlichen Standpunkt hat (wahrscheindlich kommt die Einstellung der Schüler von derer der Gesellschaft), zeigt sich durch kleine Fachbuchbestände im Buchandelsregal des Fremdsprachenunterricht (eben zum Beispiel eines Französischbuch für Businness auf Französisch). Dabei könnten weitere Kenntnisse als nur Englisch den Schülern einen Vorteil bringen, denn sie könnten eine zusätzliche Fähigkeit oder Kenntnis ausweisen (siehe diesen Link hier). Die Französisch am Gymi oder an der Gymiprüfung ist aber auch ein wiederkehrendes Thema, siehe hierzu den Artikel der NZZ

Dennoch bin ich mir sicher, dass dies auch bald der Fall sein wird. Ist sich die Gesellschaft dieses Vorteils bewusst, werden auch andere Fremdsprachen als nur noch Englisch gefördert und gefordert. Dies wird sich dann auch im Buchhandel widerspiegeln, weil es dann auch Fachbücher diesbezüglich brauchen wird.

 

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Motivation?

Ich möchte mich in diesem Artikel auf eine Fragestellung von Mark eingehen, welche ich auch in einem Kommentar bereits ein wenig reflektiert habe:

 

Hat ein Mensch nicht auch das Recht, in manchen Momenten einfach NICHTS zu tun?

Müssen wir immer leistungsbereit und aufnahmefähig sein?

Dürfen wir uns nie eine Auszeit und Ruhe gönnen?

 

Ich denke, dass genau diese Zweifel einer Lehrperson bewusst sein müssen, denn für uns, ist unser Fach wichtig, weil wir es studiert haben und deshalb auch eine hohe Motivation dafür an den Tag legen.

Nun gibt es aber immer auch Schüler, die diese Freude und dieses Interesse nicht teilen, oder aber, grundsätzlich teilen würden, aber leider ist die Lektion auf einen Freitagnachmittag gelegt und daher ist nur schon eine schwierige Rahmenbedingung geschaffen worden. Damit die Schüler zu einem solchen Zeitpunkt ihre Konzentration für das Fach aufbringen können, ist die Lehrperson nicht nur auf seinen Unterricht angewiesen, sondern auch darauf, dass die Schüler die Wichtigkeit des Faches für sich sehen und erkennen.

Solche Rahmenbedingungen können die Aufnahmefähigkeit der Schüler sehr beeinflussen. Eine Instanz, die die Lehrperson nur sehr schlecht, wenn überhaupt, steuern kann. In solchen Momenten könnte es wahrscheinlich sogar fosein, die Schüler alleine arbeiten zu lassen, mit einem Lernjob (siehe hierzu mein vorhergehender Artikel), Gruppenarbeiten oder das Lösen einer amüsanten Aufgabe, irgendeine „leichte Kost“. Das Problem stellt sich nun einfach, wenn das Fach nur zwei Mal die Woche unterrichtet wird. Da kann nicht immer ein Spezialprogramm – ausserhalb des Rahmenlehrplans – kreiert werden. Aber, da kommt wieder der konstruktivistische Unterricht zum Zug. Eine Projektarbeit gibt den Schülern die nötige Freiheit, selbstgesteuert zu lernen, ohne Kontrolle und Druck der Lehrperson, dennoch ist ein Lernerfolg sichtbar; er kann erreicht werden, mit der nötigen Organisation, Planung und Mitarbeit der Schüler.

Wir sollten einfach noch so lange an unseren Überzeugungen und Hoffnungen an motivierte Schüler glauben, bis wir eines Besseren belehrt werden sollten… eine Person ist ja so lange unschuldig, bis ihre Schuld bewiesen ist.

 

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Lernjobs

Der Lernjob (Faktoren_von_guten_LernJobs aus moodle) fordert eine gute Vor- und Nachbereitung, dennoch findet er, wenn er vorteilhaft gestaltet ist, bei den Schülern oft Anklang. Nicht nur, dass er ihnen einen grösseren Bewegungsfreiraum bietet, weil er auch ausserhalb des Schulzimmers 
stattfinden kann, er gibt ihnen auch das Gefühl einer gewissen Freiheit, da sie ihn irgendwann zwischen der Aufgabenstellung und dem Abgabedatum erledigen müssen.

Ein idealer Lernjob verbindet das Fach mit einem anderen für die Schüler spannendem Thema und bietet ihnen Abwechslung. Dafür muss er aber gut vorbereitet werden und klar beschrieben werden.

Zuerst muss das Thema abgedeckt werden: Was soll behandelt werden?

Dann kommt der Spielraum: Wie soll er bearbeitet werden?

Von Vorteil ist auch, wenn die Schüler sehen, wofür sie diesen Job erledigen: Was für einen Nutzen bringt er den Schülern?

Wenn die Schüler an einem anderen  Ort als das Schulzimmer wählen dürfen, sollte dies auch vermerkt werden; muss ein bestimmter Ort besucht werden, muss auch dies vermerkt werden. Klarheit ist bei Unterrichten oberstes Gebot, dies gilt genauso für den Lernjob. Die Schüler sollen sich selbst ein Thema erarbeiten, dessen Anleitung finden sie klar und deutlich auf dem Aufgabenblatt beschrieben.

Beachtet werden sollte auch, dass die Schüler dabei verschiedene Kompetenzen trainieren: es muss also abwechslungsreich sein; nicht nur in der Art – Gruppen- oder Individualarbeit – sondern auch in Sachen „suchen“, „recherchieren“, mündliche oder schriftliche Beiträge, etc.

Die Kontrolle muss vor allem bei Lernjobs geführt werden (aber auch im Regelunterricht nicht untergehen): alles was sich die Schüler erarbeitet haben, sollte kontrolliert und, falls nötig, auch korrigiert werden. Nur so kann ein Leistungsfortschritt gewährleistet werden. Individualität sollte auch hier nicht zu kurz kommen, doch ist auch da ein Rahmen für die Lehrperson gesetzt. Das individuelle Lernen kann beim Lernjob vor allem durch die Dauer und den Lernort frei gestaltet werden, die Aufgaben selbst, sind aber meistens für alle dieselben. Natürlich kann sich die Lehrperson die Arbeit machen, was sicherlich auch oft der Fall sein wird, wenn diese mehr Erfahrung hat und bereits auf verschiedene Ideen und Projekte zurückgreifen kann, und mehrere Lernjobs für ein Thema bereitstellt. So könnte sich jeder Schüler nach seinen Stärken und Interessen den geeigneten Lernjob aussuchen…

 

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Gedanken zu Unterschieden einer Berufsmittelschule und einem Gymnasium

Dieser Artikel wird mehrheitlich auch eigenen Gedanken, Zweifeln und Hypothesen bestehen, da ich mich schon öfters gefragt habe, worin wohl der Hauptunterschied zwischen einer Lehrkraft für Berufsschüler und für Kantonsschüler besteht.

Auch wenn die Berufsmatura das Wort „Matura“ beinhaltet, dürfen die Berufsmatura und die gymnasiale Matura nicht auf ein und dieselbe Ebene gestellt werden, da die auch gar nicht möglich ist. Während das Gymnasium im Normalfall vier Jahre dauert, kann die Berufsmatura in kürzerer Zeit absolviert werden. Auch wenn die Schüler älter und reifer sind, wenn sie die Lehre beendet haben, frage ich mich, ob sie sich das breite Allgemeinwissen, für welches unser Mittelschulsystem steht, erreichen können. Diese Aussage oder Frage soll überhaupt nicht wertend sein. Ich persönlich denke einfach, dass die eidgenössische Matura nicht für alle Schüler geeignet ist und dass, wer weiss, in welche Richtung seine berufliche Laufbahn gehen soll, und dies mittels einer Lehre erreicht werden kann, diese Person auch eine Lehre machen sollte. Dies bringt erstens einen Salär, zweitens ein Verantwortungsgefühl, Unabhängigkeit und zuletzt auch Arbeitserfahrung. Welcher Studienabgänger steht nicht oftmals vor dem Problem, dass Firmen einem höchstens einen schlecht- oder nichtbezahlten Praktikumsplatz anbieten, weil die konkrete Arbeitserfahrung  fehlt? Viele Studenten haben wohl einen Nebenjob, der aber später nur angegeben wird, weil es zeigt, dass neben dem Studium auch gearbeitet wurde. Selten ist aber der Nebenjob mehr als nur geldbringend. Das Studium an einer Fachhochschule erfordert meistens auch schon beim Eintritt eine gewisse Anzahl Stunden und Wochen einer Tätigkeit im angestrebten Bereich des Studiums. Die Universität hingegen steht allen mit einer eidgenössisch anerkannten Matura frei. Gewisse Berufe können auch nur mit einer Universitätsstudium ergriffen werden.

Dennoch denke ich, dass weder die BMS und FH, noch die eidg. Matura und Uni der einzige Weg sind. Jeder Mensch ist anders und verfolgt andere Ziele. Gleiche Ziele können auf unterschiedlichen Wegen erfüllt werden. Jeder soll also für sich entscheiden, und selten ist der Zug endgültig abgefahren. Es gibt meistens (nicht immer) einen Weg, um ein zusätzliches Diplom zu machen, Weiterqualifikationen, Studium, Weiterbildungen, etc… Schön, dass nur selten in beruflicher Hinsicht alles verloren ist und ein Weg nicht mehr einschlagbar… Aber vielleicht sind das auch nur die Hoffnungen und die Utopien einer Hochschulabsolventin…

 

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Lernumgebung

Als weiterführenden Beitrag zum 4. Artikel „Lernumgebung: Klassenzimmer“ möchte ich mich nochmals der Wichtigkeit der Lernumgebung widmen. Denn Lernen geht einfacher von der Hand, wenn die Motivation vorhanden ist. Leider ist diese aber nicht bei allen Schülern allzeit anwesend. Doch das Interesse am Fach ist nur ein Mittel, um die Motivation

für die Lektion zu finden. Es ist auch äussert hilfreich, wenn die Schüler einen Nutzen für den Alltag sehen oder wenn sie die Lehrperson sympathisch finden. Sympathie ist sehr subjektiv (siehe dazu den folgenden Blogbeitrag aus der Sicht eines Schülers) und beruht nicht selten auf Gegenseitigkeit (dasselbe ist auch bei der Antipathie der Fall, mit dem Unterschied, dass die Schüler dieses Gefühl zeigen, während der Lehrer sich darüber stellen muss und sich nichts anmerken lasse darf). Sympathie kann wahrscheinlich auch erreicht werden, wenn die Schüler sehen, dass die Lehrperson sich für sie interessiert und sich Mühe gibt, die Lektionen unterschiedlich zu gestalten. Das zeigt sich, unter anderem, auch an der Lernumgebung, denn ist diese liebevoll gestaltet – im Sinne von Bildern zum Fach, Bücher, die Leben einhauchen oder Landkarten (leider kann ich den Schülern als Französischlehrerin keine regelmässigen Lektionen am Meer bieten, aber zumindest ansatznahe zeigen, wo und wie sie die französische Sprache anwenden können)– sieht der Schüler den Bezug zur Aktualität und zum Leben. Gibt die Lehrperson seinen Schülern von Zeit zu Zeit die Möglichkeit, auch ausserhalb des Klassenzimmers zu arbeiten, ist dies auch Freiheit für die Schüler. Wenn sie schon nicht bestimmen können, wann sie, zum Beispiel, Französisch haben, so können sie zumindest selbst bestimmen, wo (und wann) sie arbeiten. Dies ist natürlich eher die Ausnahme als die Regel, dennoch kann dadurch die Lernkultur der Schüler beeinflusst werden. Dafür eignen sich Lernjobs: die Schüler bekommen ein Aufgabenblatt mit Erklärungen zum Job, die sich auf die nächste Stunde bearbeiten müssen. Stellt die Lehrperson ihre Stunde zur Verfügung, können die Schüler gerade diese Zeit nutzen. Möchten sie das nicht, dann müssen sie ihre Freizeit dafür opfern. Aber es ist ihnen selbst überlassen. Auch kann die Aufgabenstellung bereits einen Ortswechsel vorschreiben. Eine Änderung im System kann dadurch positiv wirken und den Schülern Freude bereiten. Dadurch wirken auch nicht alle Stunden für die Schüler vorhersehbar, was seinerseits auch eine Spannung und Spontaneität erzeugt.

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Frontalunterricht oder Konstruktivismus?

Ob der Frontalunterricht oder der Konstruktivismus die bessere Lehrmethode ist, kann nicht mit ja oder nein beantwortet werden. Natürlich, Kontruktivistisches Arbeiten scheint bei den Schülern als Lernmethode gut zu funktionnieren und dieses sollten beim Unterrichten an oberster Stelle stehen. Das heisst, das Ziel einer jeder Lehrperson sollten die Schüler sein und die angemessene Methode, wie diese am besten lernen. Das deutet sehr stark auf einen individualisierten Unterricht hin, da jeder Schüler ein eigenes Lehrverhalten hat (das sich aber nicht immer als das für sie geeignete auszeichnet). Diese Individualisierung lässt sicht nicht mit dem Frontalunterricht vereinen. Im Konstruktivismus aber, können sich die Schüler im von der Lehrperson vorgegebenen Rahmen frei bewegen: die Schüler bestimmen ihr Lerntempo, ihre Lernmethode, eventuell auch die Art wie sie vorgehen (Individualarbeit, Gruppenarbeit, etc). Sie erarbeiten sich ihr Thema selbstständig, die Lehrperson agiert als Coach, der sich zur Verfügung stellt, weiterzuhelfen, aber keine fertigen Lösungen präsentiert. Dass die Schüler auf diese Weise gut lernen, scheint verständlich, da sie selbstständig vorgehen können. Dennoch braucht diese Methode ein sehr grosses Zeitkontingent, das nicht immer vorhanden ist. Deshalb scheint es meiner Meinung nach auch vertretbar, von Zeit zu Zeit eine Unterrichtssequenz im Frontalunterricht zu erarbeiten. Dabei lernen die Schüler, still zu sitzen und einer anderen Person zuzuhören; das sollte nämlich auch gelernt werden, sonst haben sie später damit Schwierigkeiten. Die Arbeitswelt ist nämlich nicht immer konstruktivistisch. Und sollte die Schule nicht auf die Arbeitswelt oder auf weiterführende Schulen ausbilden? („Non vitae, sed scholae discimus“) (Such policies hinge on reliable information on how well education systems prepare students for life, Seite 4). In Firmen können die Arbeitenden nicht immer nur das machen, was ihnen Spass macht, sondern viel mehr die Arbeit, die ansteht. Auch wenn diese sich oft wiederholt. An den Hochschulen, sei es Universität oder Fachhochschulen werden die Vorlesungen – wie der Name bereits sagt – im Stile des Frontalunterrichts gegeben. Der Professor teilt sein Wissen mit, da werden von den Studenten nur Notizen genommen.

Sich radikal gegen Frontalunterricht zu stellen, finde ich persönlich falsch, dennoch sollte die Mehrheit des Unterrichts unter dem konstruktivistischen Stern stehen.

 

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Wofür steht die Lehrperson zur Verfügung?

In der heutigen Zeit des als didaktisch richtig angesehenes Modell des Konstruktivismus ist es das Ziel, dass sich die Schüler ihr zu erwerbendes Wissen selbst aneignen; man spricht von selbsterfahrendem Lernen. Der Frontalunterricht ist in der Schweiz und in Deutschland ein verpöntes Lehrmodell und sollte so weit als möglich verhindert werden. Dennoch stellt sich hier die Frage, ob das wirklich so falsch ist. Denn in spitzenreitenden Nationen der PISA-Studien (Finnland, Südkorea, etc) wird oftmals noch nach diesem Konzept vorgegangen. Dennoch besteht das Schulsystem – zumindest in Finnland – nicht nur aus Frontalunterricht, sondern mit unterstützendem Zusatzunterricht mit Spezialpersonen. Das heisst, dass lernschwache Schüler oder solche, die einfach in einer schwierigen Phase stecken und zu Zeit etwas Mühe in der Schule aufweisen, im Rahmenprogramm der Schule bei einer eigens dafür eingestellten  Lehrperson Nachhilfe erhalten, sodass sie ohne weitere Probleme in der Gesamtschule mithalten können sollen. Hier ist nicht der Klassen- oder Fachlehrer der Coach, sondern der Assistent/ Speziallehrer; ausserdem gibt es eine weit differenziertere Arbeitsteilung in Finnland: Pädagogen, Krankenschwestern, Psychologen, etc. Jeder hat seine Aufgabe, für die er eine Ausbildung gemacht hat, er ist also explizit für seine eigene Aufgabe am Bildungsinstitut, und es wird nicht alles auf die Klassenlehrperson abgewälzt, wie dies in den hiesigen Schulen der Fall ist.

Werden die Lektionen von Fachlehrern unterrichtet, was ich persönlich eine gute Einstellung finde, kann der persönliche Kontakt zur Klasse nicht immer hergestellt und gewährleistet werden. Denn jede ist so individuell wie es Anzahl Schüler gibt. Unter solchen Umständen scheint mir der Klassenlehrer enorm wichtig, dennoch muss auch hier berücksichtigt werden, dass nicht alle Probleme mit ihm besprechen werden können und wollen. Schliesslich braucht es neben Sympathie auch ein grosses Mass an vertrauen, vor allem wenn es sich darum handelt, zu erklären, dass die Schulleistungen wegen der anstehenden Scheidung der Eltern gesunken sind. Es werden persönliche Dinge angesprochen, die der Schüler nicht jedem mitteilen möchte.

Gibt es aber speziell dafür ausgerichtete Stellen in einem Bildungsinstitut, könnte dies das Vertrauen fördern, denn man erzählt einer Instanz persönliches, die aber nicht mit der direkten Notengebung in Verbindung stehen. So fällt der Druck der Schüler ab und (zumindest könnte dies angenommen werden)…

Natürlich sollten Schüler nicht von Lehrpersonen abgewiesen werden, wenn diese sich  bei schulischen oder ausserschulischen Problemen an sie wenden; denn diese Handlung zeigt, dass sie die Schüler als Menschen wahrnehmen und dass die Schüler zu ihnen Vertrauen haben. Diese Instanz fehlt den Jugendlichen oft.

 

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